Mondkalender

Vollmond-Namen: Von Wolfsmond bis Kalter Mond – alle Monate erklärt

Von der KosmosGenie-Redaktion · 22. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit

Großer goldener Vollmond über einer nächtlichen Landschaft

„Heute Nacht leuchtet der Erdbeermond!" – solche Schlagzeilen tauchen jeden Monat auf, immer mit einem anderen poetischen Namen. Dahinter steckt kein Marketing, sondern eine alte Tradition: Lange bevor es Kalender aus Papier gab, zählten Menschen die Zeit von Vollmond zu Vollmond – und gaben jedem Mond des Jahres einen Namen, der erzählte, was in der Natur gerade geschah. Hier findest du alle zwölf Namen mit ihrer Herkunft, dazu die Erklärung der drei berühmten Sonderfälle: Supermond, Blutmond und Blue Moon.

Woher die Vollmond-Namen stammen

Die heute verbreiteten Namen gehen vor allem auf indigene Völker Nordamerikas zurück, etwa die Algonkin; populär wurden sie über amerikanische Bauernkalender wie den Farmer's Almanac. Daneben gibt es eine zweite, alteuropäisch-deutsche Tradition von Monatsnamen – Lenzmond, Wonnemond, Nebelmond –, die oft auf denselben Naturbeobachtungen beruht. Beide Stränge mischen sich heute munter; „richtig" oder „falsch" gibt es dabei nicht.

Alle zwölf Vollmonde im Überblick

Monat Verbreiteter Name Alte deutsche Namen Dahinter steckt …
Januar Wolfsmond Eismond, Wintermond das Heulen hungriger Wölfe im tiefen Winter
Februar Schneemond Hungermond die schneereichste, kargste Zeit des Jahres
März Wurmmond Lenzmond der tauende Boden, aus dem die Regenwürmer kehren
April Rosa Mond Ostermond, Grasmond die rosa blühende Flammenblume – nicht die Mondfarbe!
Mai Blumenmond Wonnemond, Pflanzmond die aufblühenden Wiesen im Frühling
Juni Erdbeermond Brachmond die Erdbeerernte – auch er ist nicht wirklich rot
Juli Bockmond Heumond, Donnermond das neu wachsende Geweih der Rehböcke, die Heuernte
August Störmond Getreidemond die zu Ende gehende Laichzeit der Störe
September Erntemond Herbstmond, Holzmond die große Ernte im hellen Mondlicht
Oktober Jägermond Weinmond Jagdsaison und Weinlese
November Bibermond Nebelmond die Biber, die ihre Winterburgen bauen
Dezember Kalter Mond Christmond, Heilmond die längsten, kältesten Nächte des Jahres

Ein hübsches Detail: Rosa Mond und Erdbeermond beschreiben nicht die Farbe des Mondes, sondern das, was zu ihrer Zeit blüht und reift. Wenn der Mond doch einmal rötlich am Horizont hängt, liegt das an der Lichtstreuung in der Atmosphäre – das kann in jedem Monat passieren.

Supermond, Blutmond, Blue Moon: die drei Sonderfälle

Supermond: Die Mondbahn ist eine Ellipse – mal steht der Mond der Erde näher (Perigäum), mal ferner (Apogäum). Fällt ein Vollmond ungefähr mit der größten Erdnähe zusammen, wirkt er etwas größer und heller: ein Supermond. Der Begriff stammt übrigens nicht aus der Astronomie, sondern wurde 1979 vom Astrologen Richard Nolle geprägt. Der Größenunterschied ist real, mit bloßem Auge aber subtiler, als Fotos oft suggerieren.

Blutmond: So nennt der Volksmund den Mond während einer totalen Mondfinsternis. Steht der Mond komplett im Erdschatten, erreicht ihn nur noch Sonnenlicht, das durch die Erdatmosphäre gefiltert wird – die streut das blaue Licht heraus und lässt das rote durch. Der Mond glüht dann kupferrot. Wie so eine Finsternis abläuft, liest du in unserem Beitrag zur Mondfinsternis am 28. August 2026.

Blue Moon: Kein blauer Mond, sondern ein Kalender-Kuriosum: Weil ein Mondzyklus nur rund 29,5 Tage dauert, passen gelegentlich zwei Vollmonde in einen Kalendermonat – der zweite heißt dann Blue Moon. Eine ältere Definition meint den dritten von vier Vollmonden einer Jahreszeit. Daher stammt auch die englische Redewendung „once in a blue moon" für etwas, das selten passiert.

Und der Erntemond hat noch eine Feinheit: Streng genommen ist er nicht einfach der September-Vollmond, sondern der Vollmond, der der Herbst-Tagundnachtgleiche am nächsten liegt – meistens im September, manchmal erst im Oktober.

Wann ist der nächste Vollmond?

Alle Termine mit Uhrzeit und Tierkreiszeichen findest du in unseren Übersichten: im Mondkalender 2026 und im Mondkalender 2027. Dort siehst du auch, in welchem Zeichen jeder Vollmond steht – denn genau das ist die Brücke zur Astrologie.

Was der Mond in deinem Bild erzählt

Die Vollmond-Namen erzählen vom Rhythmus der Natur – die Astrologie fragt darüber hinaus, was der Mond in dir anspricht. Dein Mondzeichen beschreibt deine Gefühlswelt: wie du empfindest, was dir Geborgenheit gibt, wie du auftankst. Und welche Mondphasen und Himmelsbewegungen dein kommendes Jahr begleiten, verortet dein persönliches Jahreshoroskop – individuell aus deinem Geburtsbild berechnet und warm gedeutet, als Begleiter durch alle zwölf Monde des Jahres.

KosmosGenie versteht Astrologie, Numerologie und Tarot als Werkzeuge zur Selbstreflexion und Unterhaltung – als Spiegel, nicht als Vorhersage. Nichts davon ersetzt medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Rat.

Vom Lesen zum eigenen Bild

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