Tarot

Tarot für Anfänger: Große und Kleine Arkana verstehen

Von der KosmosGenie-Redaktion · 29. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit

Ausgelegte Tarotkarten im klassischen Rider-Waite-Smith-Stil

Ein Tarot-Deck wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich: 78 Karten, viele Symbole, jede Menge Bilder. Doch dahinter steckt ein klarer Aufbau. Wenn du den einmal verstanden hast, findest du dich schnell zurecht. Das Herzstück bilden die Große Arkana und die Kleine Arkana – zwei Gruppen, die zusammen dein Deck ergeben. In diesem Beitrag gehen wir sie in Ruhe durch, damit du als Einsteigerin oder Einsteiger einen roten Faden hast.

Wichtig vorweg: Tarot ist hier ein Werkzeug zur Selbstreflexion, kein Blick in die Zukunft. Die Karten stellen Fragen, spiegeln Stimmungen und laden dich zum Nachdenken ein. Sie sagen dir nicht, was passieren wird.

Die 78 Karten im Überblick

Ein vollständiges Tarot-Deck besteht aus zwei Teilen:

  • 22 Karten der Großen Arkana – die großen Lebensthemen.
  • 56 Karten der Kleinen Arkana – die alltäglichen Situationen und Nuancen.

Man kann sich das wie zwei Ebenen vorstellen: Die Große Arkana zeigt die großen Bögen und Wendepunkte, die Kleine Arkana das tägliche Geschehen mit seinen kleinen Schritten.

Die Große Arkana: 22 große Lebensthemen

Die Karten der Großen Arkana sind durchnummeriert von 0 bis 21. Sie beginnen mit 0 – Der Narr und enden mit 21 – Die Welt. Traditionell liest man diese Reihe wie eine Reise: Der Narr bricht unbekümmert auf, sammelt unterwegs Erfahrungen und kommt mit der Welt an einem Punkt der Ganzheit an. Man nennt das gern die „Reise des Narren".

Dazwischen liegen Bilder, die viele schon einmal gesehen haben: Die Hohepriesterin, Der Herrscher, Die Liebenden, Das Rad des Schicksals, Der Turm, Der Stern, Der Mond, Die Sonne. Jede dieser Karten steht in der Tradition für ein großes, allgemeinmenschliches Motiv – Aufbruch, Vertrauen, Wandel, Loslassen, Klarheit.

Weil sie so grundsätzliche Themen berühren, gelten die Großen Arkana in einer Legung als besonders bedeutsam. Tauchen mehrere von ihnen auf, deutet die Tradition das als Hinweis, dass gerade etwas Größeres in dir in Bewegung ist.

Die Kleine Arkana: vier Farben, vier Elemente

Die 56 Karten der Kleinen Arkana ähneln einem klassischen Spielkartendeck. Sie teilen sich in vier Farben auf, die jeweils einem Element und einem Lebensbereich zugeordnet sind:

Farbe Element Themenbereich (Tradition)
Stäbe Feuer Tatkraft, Wille, Begeisterung
Kelche Wasser Gefühle, Beziehungen, Intuition
Schwerter Luft Denken, Klarheit, Entscheidungen
Münzen (auch Scheiben) Erde Alltag, Körper, Materielles

Jede Farbe umfasst vierzehn Karten: das Ass bis zur Zehn sowie vier HofkartenBube, Ritter, Königin und König. Die Zahlenkarten beschreiben eher Situationen und Abläufe, die Hofkarten stehen oft für Haltungen, Rollen oder Menschentypen, die dir begegnen – auch in dir selbst.

Wenn dir die vier Elemente noch nicht vertraut sind, hilft dir unser Beitrag Die vier Elemente weiter. Die Logik dahinter ist dieselbe wie in der Astrologie.

Du musst nicht alle 78 Bedeutungen auswendig lernen, um zu starten. Ein persönliches Tarot-Reflexionsheft legt eine Auswahl für dich und deutet die Karten in verständlicher Sprache – als hochwertiges PDF, ganz für dich.

Das Rider-Waite-Smith-Deck

Wenn heute von „dem" Tarot die Rede ist, meinen viele das Rider-Waite-Smith-Deck. Es erschien 1909 und wurde von der Künstlerin Pamela Colman Smith illustriert, konzipiert von A. E. Waite, veröffentlicht beim Verlag Rider. Das Besondere daran: Auch die Zahlenkarten der Kleinen Arkana zeigen hier ausgearbeitete Szenen statt nur eine Anzahl von Symbolen. Das machte die Karten zugänglicher und leichter zu lesen – ein Grund, warum dieses Deck bis heute so verbreitet ist und viele spätere Decks es zum Vorbild nehmen.

Für den Einstieg ist das ein Vorteil: Die Bilder erzählen selbst schon eine Geschichte. Du kannst eine Karte anschauen und dich fragen, welche Szene du dort siehst, welche Stimmung sie ausstrahlt und was sie mit deiner aktuellen Frage zu tun haben könnte.

So findest du in Ruhe hinein

Ein paar Anregungen für den Anfang:

  1. Schau zuerst nur die Bilder an. Was fällt dir auf, bevor du eine Deutung nachliest? Dein erster Eindruck zählt.
  2. Lerne die Struktur, nicht 78 Definitionen. Wenn du weißt, dass Kelche mit Gefühlen und Schwerter mit dem Denken zu tun haben, hast du schon eine Richtung.
  3. Beginne mit einer Karte pro Tag. Wie das geht, liest du in Die Tageskarte im Tarot.
  4. Probiere erste Legungen aus. Einen Überblick gibt dir Die wichtigsten Tarot-Legesysteme.

Verstehe die Karten dabei immer als Gesprächspartner, nicht als Orakel. Sie geben dir Bilder an die Hand, mit denen du deine eigene Situation neu betrachten kannst.

Dein persönliches Tarot-Heft

Der Reiz des Tarot liegt darin, wie die Karten miteinander sprechen – wie sich Große und Kleine Arkana zu einem stimmigen Bild fügen. Genau dieses Zusammenspiel für dich zu deuten, ist die Idee hinter unserem persönlichen Tarot-Report. Du bekommst eine Legung, verständlich erklärt und als hochwertiges PDF aufbereitet – ein ruhiger Spiegel für deine aktuelle Frage, ganz ohne Wahrsagerei.

KosmosGenie versteht Astrologie, Numerologie und Tarot als Werkzeuge zur Selbstreflexion und Unterhaltung – als Spiegel, nicht als Vorhersage. Nichts davon ersetzt medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Rat.

Vom Lesen zum eigenen Bild

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